Einschreibung in die Oberschulen

Klient:

Das Ministerium für Bildung der Republik Serbien

Dauer:

2002 - heute

Kategorie:

Einschreibung in die Oberschulen

Nach der demokratischen Wende in Serbien wollte die neue Leitung im Ministerium für Ausbildung Ordnung herstellen und gegen Korruption im Prozeß der Einschreibung in die Oberschulen kämpfen. Bisheriges Konzept der Einschreibung basierte auf lokale ungleichmässige Aufnahmeprüfungen in den Schulen. Die Schulleiter konnten auf eigene Hand eine Zahl der Schüler einschreiben, was oft zur Korruption führte. Ein weiteres Problem war es, wenn der Schüler nicht genug Punkte für gewünschte Schule hatte. Dann konnte er nur noch eine der Schulen mit übrig gebliebenen Plätzen besuchen, die in der Regel schlechtere Schulen waren, obwohl der Schüler laut seinen Leistungen eine bessere Schule einschreiben konnte.

Zufälligerweise gerieten wir 2002 in die Lage, die Entwicklung dieser Idee zu beeinflüssen und sogar nicht als Unternehmer, sondern als eine Gruppe von jungen Menschen, die die Welt ändern möchte. In unseren Köpfen entstand das Konzept, das wir in den nächsten ein paar Besprechungen schärften, damit es am Ende das grüne Licht bekommt. Wir gerieten in den Wirbelwind der Ereignissen, die auch heute, nach einem Jahrzent, lebendig sind.

Laut dem neuen Konzept wurden alle Schüler der achten Klasse im ganz Serbien aufgeschrieben, damit man eine Datenbank anlegen konnte. Sie umfasste auch die Schüler, die irgendeine Oberschule in Serbien einschreiben möchten. Die Datenbank sollte alle Angaben enthalten, die den Rang der Schüler beeinflüssen – mit anderen Worten jede Note, jede Auszeichnung und jeden Punkt. Es sollte auch eine neue, gemeinsame und einheitliche Aufnahmeprüfung entwickelt werden. Der Schüler sollte seine Wünsche nach der weiteren Ausbildung in den Oberschulen je nach der Priorität zu Hause oder in der Grundschule niederschreiben. Die Software sollte dann, aufgrund der gesamt Schülerleistungen und -wünsche, den Schüler in die erste gewünschte Mittelschule einschreiben, für die er genug Punkte hat.

Unser Anteil war ziemlich groß – neben dem Konzeptausdenken, waren unsere Aufgaben noch:

Anfertigung und Distribution der Software für Datensammlung

Koordination und Kommunikation mit über 30 Koordinatoren und Informatikern in allen Gebieten Serbiens

Datenzentralisierung in jeder Phase der Datensammlung, so wie die offizielen Berichterstattungen, damit man Datenkontrolle in den Grundschulen ausüben konnte

Erstellung und Administration der offizielen Internetseite des Ministeriums für Ausbildung

Erstellung und Administration der technischen Internetseite des Ministeriums – Kommunikation mit technischen Koordinatoren, bzw. Verantwortlichen im Ministerium

Erstellung der Software für Schülerverteilung, d.h. Einschreibung der Schüler in die erste Schule oder Profil, für die sie genug Punkte haben

Erstellung der Internetseite mit Statistik bei Bedarf vom Ministerium

Zwei Monate nachdem wir mit der Arbeit begonnen hatten, wurde die erste Version der Software für Bezugsdaten distribuiert. Trotz zahlreicher Probleme, die den Anfang dieses Projekts folgten, ist der Datenfluß erfolgt.

Drei Monate nach der ersten Version brach ein großer Tag für uns an – ofizielle Ergebnisse der Schülerverteilung wurden veröffentlicht. Die erste Generation der Schüler wurde nach dem neuen Konzept eingeschrieben, was bei uns zur Entwicklung des Bewusstsein für erfolgreiche gemeinsame Mitarbeit führte. Wir waren bereit, sie zu formalisieren und als privates Unternehmen neue Herausforderungen anzunehmen. In jenem Jahr hat die Zeitschrift “Vreme” das Projekt der Einschreibung von Schülern in die Oberschule als das beste reformorientierte Projekt des Jahres 2002 bezeichnet.

Jede nächste Einschreibung war eine neue Herausforderung. Obwohl unser System gut funktionierte, haben wir jedes Jahr viel Mühe gegeben, es zu verbessern. Die Vorgesetzten im Ministerium änderten sich während der letzten Jahren, aber man vergaß nie wie wichtig dieses System ist und wie überragend die vorhandene Prozedur ist. In Zusammenarbeit mit dem Ministerium wurden jedes Jahr Neuigkeiten eingeführt – sowohl durch die Verbesserung der vorhandenen Prozedur als auch durch die Verbreitung des Datenumfangs und Übereinstimmung mit dem gesetzlichen Regulativ (Personendatenschutzgesetz).

Seit dem Jahre 2012 wurde das Konzept durch die neue technische Internetseite verändert, so dass Grund- und Oberschulen sowohl einen direkten Zugang zu den nötigen Daten haben und sie übernehmen als auch direkte Einsicht in eigene Daten im Zentralbasis bekommen.